Bienenwildwachs für unsere Kosmetik

Bienenwachs (lat. Cera Flava = gelbes Wachs) ist ein in der Natur vorkommendes Fett (Hauptbestandteil ist Myricin ca. 65%), wie z.B. auch das Olivenöl. Durch längere Molekülketten ist Bienenwachs allerdings bei Raumtemperatur nicht mehr flüssig, sondern fest. Ein weiterer Unterschied zu Pflanzenölen ist, dass von uns Menschen verzehrtes Bienenwachs unverdaut wieder ausgeschieden wird. Bienenwachs schmilzt bereits ab ca. 65 ºC und sollte aus Sicherheitsgründen (Selbstentzündung - Fettverbrennung) nie direkt, sondern immer in einem Wasserbad verflüssigt werden!
In einem bestimmten Alter besitzen die Bienen sogenannte Wachsdrüsen und "schwitzen" auf der Bauchseite, zwischen den Hinterleibsringen, kleine Wachsschuppen heraus. Dieses Material ist bei Temperaturen im Bienenstock von bis zu 35 ºC gut modellierbar; vergleichbar mit einer Knetmasse. Falls im Bienenstock freier Raum, oder eine Lücke zwischen den Waben mit etwas mehr als 35 mm Mittenabstand vorhanden ist, "ketten" sich die Bienen dort "auf" und fangen an, einen neuen Wabenbau aus Wachs zu errichten. Wir Imker nennen dies dann "Wildbau" oder auch "Jungfernbau". W
ie auf dem Bild zu sehen ist, ist das Wachs von "Jungfernwaben" ist noch ganz weiß (lat. Cera Alba). Erst durch eine "Verunreinigung", das sogenannte Pollenöl entsteht die uns bekannte gelbe Färbung. Bienenwildwachs verwenden wir ausschließlich für unsere Kosmetikprodukte!

 

Das Bienenwachs kann auch wieder verwendet werden. Hierzu werden Altwaben eingeschmolzen. Die Wiederverwendung von Wachs ist teilweise in Verruf geraten, da sich verschiedene fettlösliche Stoffe im Bienenwachs anreichern können. Dies sind z.B. Medikamentenrückstände durch die Behandlung der Bienenvölker gegen die Varroamilbe und ein Bekämpfungsmittel gegen die Wachsmotte.
Unsere Imkerei betreibt einen eignenen Wachskreislauf, bei dem das eigene Bienenwachs zur Herstellung von Mittelwänden eingesetzt wird. Diese Vorgehensweise gewährleistet, dass nur rückstandsfreies Wachs verarbeitet wird und somit keine Schadstoffe in den Honig gelangen können. Gegen die Varroamilbe werden nur die beiden vom Verband zugelassenen, organischen Säuren (Ameisensäure und Oxalsäure), die in der Natur auch natürlich vorkommen, verwendet.

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